Programmiersprache: Python.

Ich bin auf der Suche nach einer Programmiersprache für den Hausgebrauch. Die soll einerseits nicht zu kompliziert sein, andererseits alleine lauffähige Dateien erzeugen können. Ein Kollege, der sich auskennt empfiehlt mir Python

Installation von Python.

Installation von Python.

Die Sprache ist mir bisher nur dem Namen nach bekannt — „Warum Python?“ Um mir einen Einblick zu verschaffen, recherchiere und lese ich, was die Suchmaschine hergibt. Anbei meine Erkenntnisse…

Einlesen

Wikipedia erläutert abstrakt die Ausrichtung und verweist in der Literaturliste glücklicherweise auf ein online verfügbares Skript „Snake Wrangling for Kids – Learning to Program with Python“ [inzwischen nach Google Code umgezogen] von Jason R. Briggs, das auch auf Deutsch verfügbar ist („Schlangengerangel für Kinder – Programmieren Lernen für Kinder„) — was für Kinder gut ist, kann für mich nicht schlecht sein. Das Manuskript bezieht sich auf Python 3.x und berücksichtigt sowohl Linux, Windows und Mac als auch Englisch, Deutsch, Spanisch und Französisch sowie Bengali (Italienisch in Bearbeitung).

Tipp für Kindle-Nutzer: Wenn man das PDF direkt auf den E-Reader lädt, ist es leider unlesbar. Der Upload via E-Mail-Anhang mit dem Eintrag „convert“ im Betreff macht es erheblich besser lesbar trotz vieler überflüssiger Zeilenumbrüche.

Das Buch ist außerdem gedruckt bei dpunkt erschienen. Es vermittelt einen Eindruck der Grundlagen, bleibt aber längere Programme und damit einhergehende Strukturierung etc. weitgehend schuldig. Eine weitere Quelle ist bei Galileo als Openbook online einsehbar, allerdings zu Python 2.x. Die Website Python-Kurs bietet kostenlos ein ausführliches „Python 3 Tutorial„, das auch Grundlage für ein gedrucktes Buch ist. Und natürlich gibt es auf der Python-Homepage ein offizielles Tutorial.

Ressourcen

Theoretisch kann man Python einfach von der Homepage herunterladen und mit jedem Texteditor sofort Programme schreiben. Praktischer ist die Unterstützung beispielsweise durch eine Entwicklungsumgebung (IDE), gerade wenn man noch nicht so richtig den Durchblick hat, um sich alles selbst zusammenstellen zu können — auf der anderen Seite ist die Installation mancher IDE auch nicht ganz so einfach.

Ich entscheide mich dazu, erstmal einfach nur Python zu installieren und an der Konsole zu erproben (genaugenommen mit IDLE). Nach guter alter Tradition tippe ich erstmal „Hallo Welt!“. Es ist m. E. besser mit simple Aufgaben anzufangen (die man ggf. schon von anderen Programmiersprachen her kennt), als gleich Fakultäten u. ä. berechnen zu müssen, wie es manches Tutorial fordert…

Python Shell

Python Konsole (IDLE)

Die Art der Programmierung kommt mir zwar entgegen und alle Fans versichern, daß man damit auch große Projekte stemmen könnte. Doch (wenn ich nicht riesige Tomaten auf den Augen hatte) ist ein Kompilieren zu einem komplett eigenständigen Programm aus einer Datei nicht vorgesehen — weil ja angeblich Python sowieso auf jedem Computer installiert sei, was im Hintergrund simple Text-Dateien abarbeiten könne (was für Windows nicht zutrifft).

Tipp: Wer mathematisch orientierte Denksportaufgaben lösen möchte, sei auf das Project Euler aufmerksam gemacht. Dies ist eine Aufgabensammlung, die man unter Zuhilfenahme einer Programmiersprache lösen kann.

Da es eine riesige Liste von Programmiersprachen gibt, suche ich erstmal weiter, bevor ich mit Kompromissen anfange.

[Update]

Habe zu meinem Resümee kritische offline-Kommentare bekommen…

Sicherlich kann man auch Python kompilieren, dann muß eben die ganze Laufzeitumgebung dabei sein, was aus einem „Dreizeiler“ ein megabyte-großes Programm machen kann. Für umfangreiche Projekte sicherlich akzeptabel, für meinen minimalen Hausgebrauch mir zu aufwendig.

Das genannte „Lehrbuch“ Schlangengerangel scheint von Methodik und Zielrichtung von Python auf die völlig falsche Spur zu führen. Da es heutzutage unüblich geworden ist, tatsächlich jedes Detail neu zu programmieren, sollte man in Anbetracht der Vielzahl von Programmiersprachen an Hand vorhandener Bibliotheken („Lösungen“) eine Sprache auswählen und sich dann auf den „Rest“ konzentrieren. Aus dieser Sicht in Python vorn dabei. — Auch ich habe mich da zu sehr an Bekanntem orientiert, bin aber kein eingefleischter Programmierer…

Ein Gedanke zu „Programmiersprache: Python.“