Anker helfen Lesern und Likern

Einerseits wird das Thema SEO heiß diskutiert weil jeder „ganz oben“ in der Ergebnisliste stehen möchte, andererseits werden eine Menge vermeidbarer Fehler gemacht.

Anker an URL hängen.

Anker an URL hängen.

Das schlimmste sind Frames, die zwar leicht zu programmieren und zu pflegen sind, aber weder einer Suchmaschine noch dem Leser erlauben, eine Seite wirklich gezielt anzusteuern (ohne das Frameset gezielt zu umgehen und so die Navigation zu verlieren). Weg damit!

Nicht direkt ein Fehler, aber verschenktes Potential ist es, auf Anker zu verzichten…

Mit einer Webadresse (oft auch URL oder URI genannt) rufst du eine bestimmte Webs(e)ite im weltweiten Netz auf. Doch manchmal verbirgt sich dahinter nicht „eine Seite“, sondern vom Textumfang her ein ganzes Kapitel. Das hat den Nachteil, daß man bei einer Empfehlung oder einem Quellennachweis nicht gezielt auf eine bestimmte Textstelle verweisen kann. Und nicht jeder hat Zeit und Lust, alles von Anfang bis Ende zu lesen…

Anker setzen

Wenn du einen langen Text nicht auf mehrere Seiten aufteilen kannst oder nicht möchtest, solltest du dem Text ein kleines Inhaltsverzeichnis dieser Seite voranstellen und abschnittsweise auch eine „nach oben“-Funktion einbauen. Bekannter Vertreter dieser Technik ist beispielsweise Wikipedia. Und wenn du dort auf die angezeigte URL achtest, siehst du daß sie mit den einzelnen Abschnitten ergänzt wird.

Im Quellcode wühlen...

Im Quellcode wühlen…

Technisch wird dies über Anker realisiert, die man prinzipiell jedem HTML-Element zuordnen kann: Ein Tag wird um id=“ankername“ ergänzt (früher auch name=“ankername“). Bei einem langen Text sind dies sinnvollerweise die (Zwischen-) Überschriften wie <h2> oder <h3>, also beispielsweise <h3 id=“ankername“>.

Anker nutzen

Die Nutzung geht folgendermaßen: Auf der Seite mit <a> einen Link definieren und als Ziel den ankername mit vorangestelltem Doppelkreuz angeben, also <a href=“#ankername“>. Soll von außen auf diese Stelle verlinkt werden, mußt du die URL einfach nur um den Anker ergänzen: http://www.strg-u.de/?p=2661#anker_nutzen — violà.

Anker-Tipp

Da Anker einzubauen und zu pflegen Mehraufwand bedeutet, findest du zwar oft noch Zwischenüberschriften, aber selten eine Ansteuerungsmöglichkeit. Doch warum heißt diese Website Strg-U — weil man damit den Browser in die Quellcodeansicht umschaltet und hinter die Kulissen schauen kann. Denn gelegentlich haben wir Glück: Manches CMS der fremden Website schreibt von sich aus Anker-IDs in die Überschriften.

So zum Beispiel auf der Nikon-Seite „Part 22 (Final) : Cousins not picked up“, wo ich gern direkt auf die Fisheye-Kamera verweisen würde. Der Quellcode verrät mir, daß die Überschrift zusätzlich mit der id=“id02″ markiert ist. Statt nur auf die Seite als Ganzes, kann ich damit direkt auf den betreffenden Abschnitt verweisen, indem ich an die URL mit # den Ankernamen id=“id02″ hänge:

http://imaging.nikon.com/history/chronicle/cousins22-e/index.htm#id02

Ein Gedanke zu „Anker helfen Lesern und Likern“