WordPress: Inhaltsverzeichnis per Plugin.

Das Schöne an einer Webseite ist, daß man sich prinzipiell nicht um die Textlänge oder Bilderzahl scheren muß, Platz ist immer genau so viel da wie man braucht — das ist bei traditionellem Print ganz anders. So findest du auf meinen Seiten viele kurze, aber gelegentlich auch längere Artikel. Da muß man sich Gedanken machen, wie beides gut nebeneinander organisiert werden kann.

Das Inhaltsverzeichnis wird automatisch generiert.

Das Inhaltsverzeichnis wird automatisch generiert.

Sehr lange Beiträge teile ich gelegentlich auf eine Serie auf, wenn es „irgendwo dazwischen“ ist, stelle ich gern eine Inhaltsübersicht voran: Wenn man sich mit HTML auskennt ist das nicht kompliziert (Anker und gewöhnliche lokale Links), aber doch Fleißarbeit. Mit einem Plugin kann man sich das Leben in WordPress erleichtern.

Recherche

Wie immer hast du die Qual der Wahl, denn man findet zu dem Thema nicht wenige, sondern meist „zu viele“ Treffer. Bei Erfahrungsberichten schaue ich dann erstmal aufs Datum und ob das Plugin noch gepflegt wird. Ist es zu alt, wird es erstmal zurückgestellt (obwohl ich mit Link Summarizer einen „out of date“-Kandidaten verwende — wenn er ordentlich programmiert ist, spricht nichts dagegen).

Auch ist dieser Artikel ein Praxistest. Das heißt, es werden nicht zwangsläufig mehrere Plugins vorgestellt: Ist das erste Plugin ein Volltreffer, suche ich nicht weiter. In diesem Fall ist es das Plugin „Table of Contents Plus“ von Anfang an überzeugend. Obwohl das letzte Update ein Jahr zurück liegt, arbeitet es einwandfrei (aber man muß ein Auge darauf haben).

Zwischenüberschriften als Basis

Für attraktive Seiten muß man keine Tricks anwenden, es reicht oft Fehler zu vermeiden: Da WordPress den Namen der Website als h1 betrachtet und die Artikelüberschrift immer h2 ist, muß man die Zwischenüberschriften innerhalb eines Beitrages als h3 kennzeichnen und bei ganz feiner Strukturierung dann mit h4. Da ich wegen der Formatvorlagen „schon immer“ h3 verwende, bin ich fein raus, weil das Plugin ein Inhaltsverzeichnis allein an Hand dieser Kennzeichnung generiert. Das hat einen schlagenden Vorteil: Es müssen zur Verwendung des Plugins keine neuen Marker eingepflegt werden und somit wirkt es direkt und ohne weitere Maßnahmen auf alle Artikel der Website — so geht CMS! Und wenn man es deaktiviert bzw. löscht, bleiben keine Rückstände.

Zu den Pluspunkten gehört auch, daß nun nicht auf Biegen und Brechen ein Inhaltsverzeichnis generiert wird. Man kann eine Mindestzahl an Zwischenüberschriften vorgeben, mit denen ein Inhaltsverzeichnis angelegt wird — oder eben nicht. Da meine Linkübersicht am Ende jedes Artikels ebenfalls mit h3 ausgezeichnet ist, setzte ich diese Anzahl auf 3.

Feineinstellungen der Auflistung

Auch die Plazierung der Inhaltsübersicht läßt sich per Regel steuern: oben, unten, vor oder hinter der ersten Zwischenüberschrift — auch hier ist kein Token o. ä. notwendig. Es schränkt natürlich etwas ein, wenn man mit den angebotenen Möglichkeiten nicht zufrieden ist. Da ich immer Teaser verwende, würde mir eine Kopplung an moream besten passen, so bleibe ich bei top. Wer will, kann trotzdem manuell mit toc bzw. no_toc eingreifen (muß das aber später eventuell auch wieder manuell entfernen).

Unabhängig von der Spracheinstellung kann die Überschrift des Blocks individuell vergeben werden, ebenso die Funktion zum Ein- oder Ausblenden. Die sollte man nicht zu lang wählen, damit der Kasten nicht unnötig breit wird. Dabei ist es auch möglich, die verwendete Schrift für die Einträge prozentual kleiner als den Haupttext zu wählen. Zusätzlich ist eine automatische Numerierung möglich, ebenso wie Einrückungen, wenn es außerdem h4 gibt. Als i-Tüpfelchen gibt es noch ein Widget, das das Inhaltsverzeichnis in die Seitenleiste legt.

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