IoT mit Arduino & Co.: Aller Anfang ist schwer.

Wenn ich von Internet of Things (IoT) spreche, ist meist eine Steuerung mit Mikrocontroller ESP8266 gemeint (bekannt unter dem ursprünglichen Projekt Arduino). Zwar beschäftige ich mich schon eine Weile damit, allerdings recht unsystematisch. Das führt gelegentlich zu simplen Fehlern — die mich aber zur Verzweifelung bringen. Deshalb soll jetzt nachgearbeitet werden.

In Arduino-Entwicklung einsteigen.

Wie in Arduino-Entwicklung einsteigen?

Das schöne an IoT ist, daß dort viele unterschiedliche Dinge zusammenkommen: Basteln mit Elektronik, Programmierung des Mikrocontrollers und Steuerung per Smartfon (vielseitig wie die Fotografie, die ja im weiteren auch eine Rolle spielt…). Eine nette Aktion ist, als ich auf der Maker Faire in Hannover in einem Workshop mit Anna eine Wort-Uhr zusammenbaue (zeigt die Zeit in Worten an; ESP8266 mit LED-Streifen).

Projekte als Beispiel

Viele Lehrbücher haben leider den Nachteil, daß sie sehr ausführlich auf Dinge eingehen, die bei mir unter Allgemeinbildung fallen. Außerdem gibt es leider nicht wenige Leute, die zwar prinzipiell Ahnung haben, aber nicht erklären können. Und langweilige Beispiele vorstellen. Das schreckt ab und nervt. Ich bin ein Fan davon, an Hand kleiner Projekte zu lernen. Da stoße ich auf SmartHome yourself, wo du auch eine Menge Raspberry- und Arduino-Projekte findest. Sehr gut beschrieben und in einem Video ausführlich vorgestellt. Außerdem findest du einen Programmierkursus in 24 Lektionen . Einen Rundumschlag über das Grundsätzliche bietet NodeMCU und ESP8266 – Einstieg in die Programmierung oder schlicht ESP8266 bei Microcontroller.net. — Und trotzdem klappt’s nicht so richtig…

Einsteigerset

Das ist der Moment, nochmal ganz auf Anfang zu gehen. Okay, die blinkende LED — das „Hallo Welt“ der Hardware — stellt kein Problem dar. Wenn dir Fachbücher von renommierten Verlagen zu abgehoben sind, suche nach Anleitungen für Kinder und Jugendliche. Dort werden dann auch Dinge erklärt, die du dich als Erwachsener nicht zu fragen traust. Da findet man mit etwas Glück auch richtig gute Skripte im Internet. Zum Beispiel das Anleitungsheft der Firma Funduino. Es liegt online unter http://funduino.de/anleitungen und kann als Website abgerufen werden. Google fördert außerdem im Archiv noch eine ältere Ausgabe (2016) zu Tage, die als PDF heruntergeladen werden kann. Ein Kästchen mit Arduino und allem notwendigen „Kleinkram“ kostet als Set bei Amazon rund 50 Euro (4/2020). Ein guter Einstieg für alle, die wirklich bei Null anfangen. Und ich muß dem Anbieter recht geben: Die billigen Alternativen aus Fernost reden zwar von vielen Experimenten, liefern in der Regel aber keinerlei Anleitung mit (ich hatte so einen nutzlosen Kasten auch rumliegen).

Und es gibt noch weitere interessante Treffer: Einführung in Mikrocontroller (Arbeitsheft für Schülerinnen und Schüler, Schülerforschungszentrum Bad Saulgau, PDF, 2017). Es ist ein Arbeitsheft mit kleinen Anleitungen und Übbungsaufgaben (leider ohne Lösungen). Aus der Praxis stammt die aktuelle Version der Arduino-Code-Referenz aus dem Arduino-Forum, die du ebenfalls als PDF herunterladen kannst.

Mein Projekt

Nachdem ich in den Anleitungen ein paar ganz selbstverständliche Dinge gelernt habe, widme ich mich nun wieder meinem Projekt zur Steuerung einer Kamera. Der Vorteil einer Canon Spiegelreflexkamera ist, daß der Fernauslöser nur einen „Kurzschluß“ braucht, dann wird mit den eingestellten Werten ausgelöst (ich meine keine Steuerung über USB- oder WLAN!). Das schöne ist außerdem, daß kleinere Modelle über simple 2,5 mm Stereo-Klinke angesprochen werden, größere Modelle leider mit dem proprietären N3-Stecker (kann man notfalls von billigen Fernauslösern abknipsen). Als Mikrocontroller bevorzuge ich den Wemos D1 Mini (je nach Quelle und Menge ab 5 Euro), dazu ein Breadboard und ein paar Kabel (auf viereckigen Dupont -Stecker achten). Der hat zwar weniger Anschlüsse als ein echter Arduino, ist aber für die Einsätze unterwegs klein genug und läßt sich per Powerbank mit Strom versorgen. Schon an einem Nachmittag habe ich einen funktionierenden Prototypen zusammenbekommen, jetzt geht es um die Feineinstellungen…

[Update]

Apropos: Raspberry Pi und Arduino werden bei IoT zwar häufig in einem Atemzug genannt, sind aber grundverschieden: Der Raspberry hat zwar auch eine Menge Pins um Bastelprojekte ansteuern zu können. Das war’s aber auch schon. Es handelt sich um einen „normalen“ Computer, auf dem ein angepaßtes Linux läuft (was für Windows-User wg. diverser Eigenheiten eher hinderlich ist). Dementsprechend kann er „mehr“, ist aber deutlich teurer (je nach Modell ab 40 Euro, „früher“ hat es mal bei 20 Euro angefangen…) und bei weitem nicht so handlich wie ein ESP8266 (der auf bestimmte Aufgaben optimiert, mehrere Monate mit einer Batterie durchhalten kann). Dazu kommen zwingend ein 2 – 3 Ampere Netzteil, ggf. ein Gehäuse, Kühlkörper, Adapterkabel. Typische Projekte für einen Raspberry sind eine Spielkonsole oder ein Mediencenter (für mein Fotoprojekt wäre es, wie mit Kanonen auf Mücken zu schießen).

Schreibe einen Kommentar