HDR am Kraftwerk Stöcken [vor 10 Jahren]

Wieder einmal ein Griff ins Fotoarchiv. Das verdanken wir einerseits meiner konsequenten Archivierung und Verschlagwortung (rückwirkend in Lightroom) sowie andererseits dem #Corona-bedingten Stubenarrest. So durchstöbere ich mein Archiv nach Ereignissen, die auch heute noch von Interesse sind.

Kraftwerk Stöcken

Gemeinschaftskraftwerk Stöcken (Hannover).

Vor zehn Jahren ist die Fototechnik HDR (oder DRI) der „heiße Scheiß“. Nachdem der Fotostammtisch seit Februar darüber debattiert, treffen wir uns Mitte Juni 2010 endlich am Mittellandkanal, um mit geeigneten Nachtaufnahmen die Grundlagen zu legen. Ziel ist das Kraftwerk Stöcken.

Ort

Mitte Juni ist natürlich der „ideale“ Termin — kurz vor der Sommersonnenwende mußt du auf Dunkelheit für eine Nachtaufnahme am längsten warten… (so ist das bei paritätischer Terminabstimmung). Wegen der gelb/orangen Beleuchtung am Dach wird das Kraftwerk nicht selten fälschlicherweise dem nahegelegenen Continental-Werk zugeschrieben, es ist aber ein Gemeinschaftskraftwerk der Stadtwerke Hannover und von Volkswagen (VW Kraftwerk GmbH). Dazu gehört auch ein Umspannwerk (im Vordergrund zu sehen), erzeugt werden Strom und Fernwärme aus Steinkohle.

Ausrüstung

Ich habe eine Canon EOS 300d im Einsatz, meist mit dem Standardzoom 18-55 mm. An diesem Abend habe ich allerdings eine Teststellung von Sigma dabei, das 10-20 mm Superweitwinkel (an APS C entspr. 16-35 mm KB). Die eingebaute Belichtungsreihenfunktion meiner Kamera erlaubt nur das schmale Spektrum von drei Einzelbildern mit +/- zwei Blenden. Deshalb verwende ich bei Nachtaufnahmen bis heute stur eine Belichtungsreihe von 1/2 Sekunde bis vollen 2 Minuten bei Blende 11 und ISO 100. Das ist aber nur der erste Schritt, anschließend müssen die Einzelbilder noch verrechnet werden.

HDR

Damals experimentiere ich zunächst mit Photomatix, später haben wir die Ehre, daß uns jmd. in einem kleinen Workshop zeigt, wie es mit Photoshop geht — schön kompliziert, damit wir in Ehrfurcht erstarren. Aber immerhin läßt er uns damals teilhaben. Heute geht’s im Lightroom auf einen Klick mit akzeptablen Resultat. Das aktuelle Foto habe ich mit den alten Quellbildern in Lightroom neu erstellt. Glücklicherweise verwende ich damals schon RAW, zumindest bei besonderen Anlässen. So wirklich viel kann man in Lightroom ja nicht einstellen, so hängt das Ergebnis in der Hauptsache von der Auswahl der Einzelbilder ab. Damit das Ergebnis nicht zu bonbonfarben wirkt, verringere ich abschließend die Sättigung etwas.

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