Europas Medien auf einen Blick

[PM] Vielfalt und Einheit prägen Europas Schlagzeilen genauso wie Europa selbst. Ein neuer Medienindex der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb im Rahmen der europäischen Presseschau www.eurotopics.net stellt ab sofort Hintergrundinformationen zu Print- und Onlinemedien aus den 28 EU-Ländern, der Türkei und der Schweiz zur Verfügung.

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Zahlenspiele: Wenn 15.000 eigentlich weniger als 5.000 sind. [Update]

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst erstellt hast… Nach Ostermärschen und Montagsdemos sind zur Zeit wieder viele Menschen auf den Straßen unterwegs. Dabei wundere ich mich, wenn bei der Berichterstattung — über Demonstranten oder Krebszellenforschung — immer recht konkrete Zahlen genannt werden, selbst wenn es um unüberschaubaren Mengen geht. Und richtig, nach einer der letzten Demonstrationen in Leipzig fragt mal jemand nach: „Legida in Leipzig: Die Mär von den 15.000 Teilnehmern„.

Die recht hohe Zahl von 15.000 Teilnehmern wird nicht einfach aus Propagandagründen der Veranstalter verbreitet, sondern ist eine offizielle Zählung der Polizei. Diese beruht demnach auf Reihenzählung am Straßenrand und Dichtezählung vom Hubschrauber aus.

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Fundstück: Zeitungsente von 1783

Google ist in vielen Ländern die Suchmaschine Nummero 1. Nachdem das Internet einigermaßen „abgegrast“ ist, muß man sich neue Suchgebiete suchen: Nach Büchern sind nun Zeitungen dran, die ein umfassendes Archiv bilden sollen. In entsprechenden Berichten wird gern darauf hingewiesen, daß die älteste erfaßte Ausgabe angeblich von 1783 stamme.

Stammt die Ausgabe tatsächlich von 1783?

Stammt die Ausgabe tatsächlich von 1783?
(Quelle: Golem)

Schaut man sich die betreffende Ausgabe des „Victoria Daily Standard“ einmal an, findet sich auf der Titelseite tatsächlich die Angabe „September 2, 1783„. Doch hat sich bei Google jmd. einmal die Zeitung wirklich angesehen? Denkt überhaupt jmd. der „Kollegen“ Redakteure darüber nach, was er dort behauptet?

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Nutzen des Internets für Medienmacher liegt noch weitgehend brach

[PM] Während das Internet mit Suchmaschinen und E-Mail-Programmen aus dem Journalistenalltag nicht mehr wegzudenken ist, bleibt das Potential, das das Netz für journalistische Arbeit bietet, noch zum großen Teil ungenutzt. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen Studie von ResponseSource und Bitkom Research. Mit „Medienmacher 2014 – Recherche, Qualitätsanspruch und Finanzierung im digitalen Alltag“ bieten die Macher hinter der Online-Rechercheplattform ResponseSource.de Einsichten in den Arbeitsalltag deutscher Journalisten.

Medienmacher 2014 – Recherche, Qualitätsanspruch und Finanzierung im digitalen Alltag (Quelle: Response Source, Bitkom)

Medienmacher 2014 – Recherche, Qualitätsanspruch und Finanzierung im digitalen Alltag
(Quelle: Response Source, Bitkom)

Befragt wurden mehr als 1.300 hauptberufliche Journalisten aller Mediengattungen im Frühjahr 2014. Die Studie liefert Einsichten in Rechercheverhalten, Geschäftsmodelle im Journalismus sowie Entwicklungen im journalistischen Rollenselbstverständnis und der Notwendigkeit der persönlichen Markenbildung .

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Recherchedienste — Fluch oder Segen?

Im gelobten Land der Dichter und Denker wird es immer schwieriger als verantwortungsvoller Redakteur/Journalist von seiner Arbeit leben zu können. Vor allem freiberufliche Tätigkeit und sorgfältige Recherche schließen sich fast aus, zumal die über das angeblich notwendige #Leistungsschutzrecht jammernden Verlage nicht selten rechtswidrig eine unbezahlte Mehrfachnutzung der Artikel praktizieren.

Können sog. Recherche-Dienstleister die Lösung sein? Der Knackpunkt: So weit ich es verstehe, ist es meist im Prinzip eine Pressemitteilungen-Datenbank bzw. Auskunftsdienst, der über zahlende PR-Abteilungen finanziert wird. So erläutert es die Autorin Lisa Srikiow in ihrer Info zum Anbieter Recherchescout: Ihr Geschäftsmodell basiert auf der Theorie: Journalisten wollen Informationen, Unternehmen Öffentlichkeit. (…) Unternehmen wiederum bezahlen dafür, ihre Themen zu lancieren. (Quelle: a. a. O.)

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